in 66 Tagen um die Welt

Donnerstag, 28. Mai 2009

Australien 1 Melbourne

Eine Woche kann so schnell vergehen. Vor allem wenn man ein strammes Programm gemacht bekommt. Hier die details:
Ankunft in Melbourne morgens um 8. Strenge Zollkontrolle, Lebensmittel sind generell einfuhrverboten. Man wird sogar nach Erde unter den Schuhsohlen befragt. Und fuer die swine flu (ich weiss immer noch nicht was es auf deutsch heisst) wird man fotografiert und muss einen Fragebogen abgeben: neben wem man im Flugzeug gesessen hat, wo man hin will mit Adresse und Telefonnummer. Wieder willl keiner der Kollegen ein Zollabzeichen tauschen, schade.

Wiedersehensfreude bei Jenny, die ich 22 Jahre nicht gesehen habe . Sie hat zum Fruehstueck bei sich Freunde eingeladen. Und mittags treffen wir uns mit Panayota, die inzwischen verheiratet ist. Den Abend verbringen wir bei ihr zu Hause mit ihrer Untermieterin Fernanda aus Mexiko, die hier Stadtplanung studiert.

Am Sonntag treffen wir uns mit ihrer Schwester Gayle (schoene Gruesse an Sanny und Daniel)
und ihren Kindern Kartina, 12, und Oliver, 9. Sie zeigt uns ihren Stadtteil von Melbourne, den Strand und Williamstown. Abends sind wir bei Freunden zum Essen eingeladen.

Montag bin ich bei Herrn Gardner eingeladen, einem passionierten Musiker, der mir zur Begruessung "Waltzing Mathilda" singt. Und auch "die Loreley" hat er im Programm.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind wir in einem Nationalpark, 200 km entfernt, Wilson's promontory. Ich fotografiere meine ersten Emus, dazu Kaenguruhs und Wombats. Leider sind wegen der Waldbraende vor ein paar Monaten viele Wege nicht zugaenglich. Trotzdem ein einmaliges Naturerlebnis!







ein Wombat, Foto: B.W.

Und am Freitag heisst es Abschied nehmen: 4 Stunden Flug nach Perth...

Freitag, 22. Mai 2009

Abschied von Neuseeland

Die Fahrt nach Twizel (das ist dort wo die Schlachtfeldszenen von Herr der Ringe gedreht wurden) fuehrt durch die spektakulaere Landschaft der suedlichen Alpen. Ich bleibe dort wieder in der Jugendherberge- ein Zweibettzimmer, dass ich fuer mich alleine habe, kostet unschlagbare 25 Dollar= 12,5 Euro. Am Abend sehe ich Lord of the rings in internationaler Besetzung,mit einer Hollaenderin, einer Koreanerin und einem Muenchner.



Per Telefon habe ich vier Servasgastgeber angerufen und drei Absagen und eine Zusage in Timaru fuer den naechsten Tag bekommen. Wieder ein herzlicher Empfang:
Murray ist pensionierter Lehrer und passionierter Gaertner. Christine ist Kindergaertnerin, wird demnaechst 60 und zieht am Abendessen erst mal alle Register der neuseelaendischen Kueche: Lamb chops (Lamm), dazu Suesskartoffeln, Kuerbis und Gemuese. Und als dessert applecrumble, wie unser Apfelstreusel,mit hokey pokey Eis.


Am Morgen macht Murray mit mir eine Stadtrundfahrt: der sehr schoene Rosengarten und zwei Strandwanderungen am Hafen von Timaru und in Caroline Bay, allerdings bei eiskaltem Wind. Am Nachmittag zeigen mir die beiden dann noch ihr Vogelschutzgebiet und die Umgebung, immer die schneebedeckten Berge und das Meer in Sicht. Toll. Abends spielen wir Rummykub, das haben sie in Deutschland kennengelernt, wo sie Freunde in Dresden, Hamburg, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt haben.


Meine letzte Etappe nach Christchurch dauert wieder einen halben Tag, alles in allem bin ich auf der Nordinsel 1300 km und auf der Suedinsel fast 2000 km gefahren- unfallfrei im Linksverkehr. Gebe den Leihwagen zurueck und werde ins Camelot Hotel in der Stadtmitte gebracht.
Morgens frueh um 6:15 (werde um 4 geweckt!!!) geht' s nach Melourne.


Und wieder mein Fazit: Soviele Sachen habe ich nicht gesehen wegen dem Wetter, ich muss also nochmal wiederkommen um den Franz- Josef- Gletscher, den Milford Sound und den Abel- Tasman- Nationalpark zu sehen. Ein tolles Reiseland (allerdings 24 Flugstunden entfernt...)

Montag, 18. Mai 2009

Mittelerde

Ich habe mir heute Queenstown angeschaut, wunderbar an einem See gelegen, ein Zentrum fuer Skifahren auf der Suedhalbkugel. Es gibt neben Helikopter- Skiing so verrueckte Sachen wie Jet- Boating ( mit einem Boot mit ein paar hundert PS ueber einen Fluss rasen) oder Bungyjumping, dass hier erfunden wurde. Ich war allerdings nur am See eine Stunde laufen und anschliessend in der Stadt shopping.
Am Nachmittag ging es weiter nach Twizel durch atemberaubende Landschaften. Links und rechts der Strasse die schneebedeckten Berge der neuseelaendischen Alpen. Hier wurde der "Herr der Ringe" gedreht, und man meint hinter jedem Busch wuerde ein Ork lauern oder ein Hobbit ueber den Weg laufen. Das im Vordergrund sind uebrigens Weinberge!


Bleibe auch hier in der Jugendherberge, denn wenn man allein reist ist das ein sicherer Ort um Leute kennzulernen.

Am Weg kam ich noch in Wanaka vorbei in der www.puzzlingworld.co.nz
Es gab allerlei zu sehen, und im Cafe gibt es etliche Puzzles in der Art von Rubiks Cube oder dem Somawuerfel zu loesen.








Freitag, 15. Mai 2009

Franz-Josef-Gletscher

Es hatte die ganze Nacht geschuettet und auch auf der 2 stuendigen Fahrt regnet es in Stroemen. Puenktlich komme ich in Franz Josef an, bei http://www.glaciercountry.co.nz/ sagt man mir dass wegen dem schlechten Wetter alles abgesagt ist. Fahre trotzdem die 5 km zur Gletscherzunge, die ich auch ein paar Minuten sehe. Dann faengt es an zu schuetten und man sieht nix mehr. Eine Touristin macht ein Bild von mir, total durchnaesst komme ich in der Jugendherberge an. Nehme erst mal eine heisse Dusche, lerne Thommie aus Finnland kennen und wir trinken einen Rotwein zusammen. Der Strom faellt aus, so rueckt das internationale Publikum noch enger zusammen. Obwohl die Koreaner, Japaner und Chinesen immer an ihren Tischen bleiben. Es schuettet den ganzen Tag...

Ein neugieriger Ami in unserem dorm (Schlafraum) will unbedingt wissen wie ich heisse und wo ich herkomme, er ist aus Santa Barbara und ein laid-off banker. Ich glaube er kann mit Luxemburg(France or Belgium?) nix anfangen...

Am naechsten morgen, ausgeschlafen, geht's auf die 400 km Reise nach Queenstown. Ich brauche sechs Stunden, also den ganzen Tag, aber es wird auch eine tolle Landschaft durchquert.
Schneebedeckte Berge, noch einen Gletscher (diesmal gelingt ein Photo, trotz des miesen Wetters), Wasserfaelle an der Strasse ohne Namen, beaches und immer wieder Landschaft. Die ganze Strecke habe ich den Scheibenwischer an! Finde direkt die Jugendherberge in Queenstown, will aber lieber einen private room, ein Einzelzimmer fuer 56 Neusaalanddollar = 28 Euro das geht doch.

Das war der suedlichste Punkt der Suedinsel, ab jetzt geht's zurueck Richtung Flughafen Christchurch. Das waren ueber 1200 km seit der Faehre in Picton, und ich dachte Neuseeland waere ein kleines Land...
































whale watching

Der Pub-abend war lustig: Mittwochs ist ist in ihrer Stammkneipe eine Art Trivial Pursuit, wo zig Teams teilnehmen. Noch vier ihrer Freunde waren in unserem Team. Die Fragen werden auf Bildschirmen gezeigt. Diese Frage war ein Heimspiel: Aus welchem Land kommt das Bier Holsten? Aber passen musste ich bei der Frage wie der DEUTSCHE Schaeferhund Hitlers hiess. Wir wurden uebrigens dritte!
Am naechsten Morgen, nach einer herzlichen Verabschiedung, (Phil wuerde als Fahradfreak gerne mal zur Tour de France, ich habe ihn fuer naechstes Jahr eingeladen) geht' s nach Kikoura, beruehmt fuer Naturtourismus, es gibt Touren zum Beobachten der Pottwale, von Delfinen, Seehunden und Albatrossen. Auf meiner Dreistundentour bekamen wir 2 Wale zu sehen, beeindruckend. (Die Bilder sind mit meiner Jenoptik gemacht!)
Die naechste Empfehlung der Binnies waren die heissen Quellen von Hanmer Springs. Es war herrlich im 40 Grad warmen Wasser im Freien zu liegen mit Blick auf die schneebedeckten Berge. Inzwischen bin ich an der Westkueste der Suedinsel. In einer Jugendherberge habe ich ein Glacier Experience (Gletscherwanderung) gebucht. Der Franz- Josef- Gletscher wird von den Neuseelaendischen Alpen gespeist und liegt unterhalb des fast 3800 m hohen Mt. Cook.
















Dienstag, 12. Mai 2009

wanderbares Neuseeland

Meine ersten Gastgeber, die Familie Binnie in Blenheim (Phil, 49 und Sue ,49 sowie Grace 17 und David 15, sie betreiben ein Weigut), haben mir den Queen Charlotte track empfohlen, einen Wanderweg von 71 km Laenge entlang dem fjordartigen Sund. Ich gehe ihn drei Stunden bei tollem Wetter und mit atemberaubenden Ausblicken. Vorher hatte ich mir am Weg eine ehemalige Goldgraeberstaette angesehen, die 1910 verlassen wurde. Der miner's track fuehrte in ein einsames Seitental, da war kein Auto, kein Haus, kein Strommast. Heute Abend
geht's in den pub. Prost!

Montag, 11. Mai 2009

Neuseeland (Nordinsel)

Am 6. Mai geht's mit Air Pacific von Fiji nach Auckland, der groessten Stadt Neuseelands. Von 4 Millionen Einwohnern lebt ueber ein Viertel hier. Mit an Bord waren vier deutsche Backpacker, die ich aber bei der Zollkontrolle aus den Augen verliere. Der gestrenge Zoellner, der mich kontrolliert, darf (nach Ruecksprache mit seinem Chef) kein Abzeichen tauschen- ich lasse ihm trotzdem eins da. Ziemlich streng auch die Kontrolle der biosecurity, die meinen Koffer nochmal nach Pflanzen oder Fleischprodukten durchleuchten wg. swine flu. Im Taxi zum Sky City Hotel, ein nobler Schuppen in der Innenstadt, das Zimmer war schon von Boomerang Reisen gebucht. Es ist ca. 20 Grad kaelter als in Fiji, und fuers Wochenende wird Schnee ab 400 m gemeldet!
Nehme am naechsten Morgen meinen Leihwagen in Empfang, fast alle Autos hier sind Japaner, vereinzelt mal ein Audi, BMW oder Benz. Ach ja, und die Opel- Schwester hier heisst Holden, ich glaube die Autos werden in Australien gebaut.
Meine Gastgeberin Maureen, Englaenderin, 72 Jahre alt, wohnt 200 km entfernt bei Whangarei. Habe mir ein Navi mitbestellt, gebe ihre Adresse ein,also los geht's Richtung Norden.
Besichtige als erstes einen Kauriwald. Das sind maechtige, nach den Sequoia die zweithoechsten Baeume der Welt. Die Exemplare die ich sah waren ueber 800 Jahre alt.
Finde dank GPS ihr Haus sofort, sie hat mich zum Essen erwartet und wir erzaehlen von unseren vielen Reisen. Sie will naechstes Jahr nach Griechenland und spart schon fleissig dafuer. Es ist ueber Nacht hoechstens 5 Grad, sie hat keine Heizung und der Oelradiator bleibt aus. Wenn's ihr kalt ist zieht sie halt noch eine Jacke drueber.
Am naechsten Tag fahre ich weiter Richtung Norden, bis zum noerdlichsten Kap Reinga sind es noch 300 km, ich fahre nur bis Kerikeri. Das ist die Kiwimetropole der Welt! Kaufe bei einem farmer mir unbekannte orangene Fruechte, Persammon (auch auf Deutsch?) In Waitangi besichtige ich das Treatyhouse, wo 1840 ein Vertrag zwischen Englaendern und den kriegerischen Maori geschlossen wurde. Noch ein bushwalk in Russell, einer sehr touristischen Stadt.
Ein unscheinbares Nest ist das neuseeländische Örtchen Kawakawa 40 km weiter südlich: eine lange Hauptstraße, ein Metzger, ein Café, ein Supermarkt, ein Pub, das war’s. Dennoch glänzt der Ort mit einer Weltattraktion an einem ganz besonderen Örtchen: dem stillen. Die öffentlichen Toiletten mitten auf der Hauptstraße Gillies Street hat der Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet.Er lebte hier von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2000.
Und am Weg finde ich noch eine glow worm cave, dort sind tausende Larven einer Fliege, die wie unsere Gluehwürmchen leuchten. Es sieht aus wie ein Sternenhimmel!
Mein naechster host wohnt ueber 300 km suedlich, habe mich ganz schoen verschaetzt mit der Groesse des Landes. Am Weg besuche ich eine Toelpelkolonie- leider kommen die Voegel nur an Land um zu brueten. 8 Monate im Jahr sind sie ueber dem offenen Meer unterwegs und sind ueber Winter ausgeflogen. Nach Empfehlung von Maureen sehe ich mir noch Mount Maunganui an, ein erloschener Vulkankegel auf einer Halbinsel im Meer. Tolle Aussicht, leider wird es sehr schnell dunkel und ich muss nur mit Vollmondbeleuchtung die 230 Hoehenmeter zurueck.
Die Gastgeber in Taurangi, Diana und Barry, sind irisch/ schottischer Abstammung und auch in den Siebzigern. Auch bei ihnen erst mal Abendessen und eine gute Flasche neuseelaendischer Riesling dazu, wie hier ueblich ist das Fleisch meistens vom Lamm.
Sonntag morgen nimmt Diana mich mit zu einem Bushwalk, sie kennt viele Vogel- und Baumarten und hat eine Pfeife zum Anlocken dabei. Und tatsaechlich, es gibt etliche Sorten Voegel zu sehen!
Noch zu einem Spaziergang am Meer, und ein Kaffee am beach. Ein sonniger Muttertag, den Abend sind wir bei ihrer Tochter zum Essen eingeladen. Barry sagt, du kommst mit, you belong to the family. Recht gut betuchte Leute, ein Riesenswimmingpool und ein Gasgrill draussen auf der Terrasse, da kann man neidisch werden!
Am naechsten morgen verabschieden sie mich mit einigen guten Tips fuer die fast 500 km lange Reise nach Wellington, wo ich am 12. 05. 8:00 die Faehre zur Suedinsel gebucht habe.
1. Etappe sind die heissen Quellen von Rotorua, es riecht ueberall als ob Luzifer grade da war. Es blubbert und brodelt, Wasserdampf steigt auf aus zig Erdspalten. Ein paar Kilometer weiter ist Wai-O-Tapu. Thermal Wonderland ist ein Gebiet mit einem Geysir, der morgens um 10 Uhr 20 m hoch schiesst und etlichen Kratern. Besonders bemerkenswert sind die farbigen Abstufungen der verschiedenen Mineralien, gelb ist Schwefei und rot Eisenoxyd usw.
Am naechsten Morgen gebe ich meinen Leihwagen ab und werde zur Faehre gebracht. In drei Stunden bin ich ueber die Cook Strait und durch die fjordaehnliche Marlborough Sounds in Picton wo ich meinen neuen Leihwagen in Empfang nehme.











Montag, 4. Mai 2009

South sea island Fiji

Heute bin ich dem Paradies ein Stueck naeher gekommen: Ich habe eine Fahrt zu einer Insel gebucht, sie ist unbewohnt und ca. 50 mal 100 m gross. Zuerst ging es mit dem Glasbodenboot ueber die phantastische Unterwasserwelt, und dann war ich im badewarmen Wasser Schnorcheln, sagenhaft! Auf der Insel hatte man derweilen Steaks gegrillt, Salat dazu und ein Glas kalten Wein. Lerne eine Japanerin aus Jokohama kennen die im gleichen Hotel ist wie ich. Sie hat work und travel gemacht in Neuseeland und fliegt weiter nach Tuvalu.
Gestern war ich den ganzen Tag am Strand und habe mir einen fetzigen Sonnenbrand geholt. Neben mir lag eine alleinreisende Englaenderin, die ist drei Monate in Australien und Neuseeland gewesen und auf dem Heimweg. Morgen ist mein letzter Tag auf Fiji, melde mich aus Neuseeland wieder. Macht' s gut!

Sonntag, 3. Mai 2009

das Couchsurfingexperiment Fiji

Wie schon bei in meinen Reisevorbereitungen beschrieben: Irgendwie habe ich von www.couchsurfing.com gehoert und ein paar Leute in Fiji angemailt. Zwei haben nicht geantwortet, einer abgesagt und von einer Familie kam eine Zusage. Man schrieb mir dass ein Taxifahrer mich am Flughafen abholt und zu ihnen bringt. Da mein Flug von Vancouver nach Los Angeles Verspaetung hatte kam mein Koffer nicht in Fiji an. Uebrigens habe ich die Datumsgrenze verschlafen und einen Urlaubstag verloren!Also alle Angaben der Air Pacific machen, ich beschrieb meinen Koffer und wohin er nach der Ankunft geschickt werden soll (wenn er denn ankommt). Um 6:30 bin ich durch den gestrengen Zoll (man sagt, dass auf Fiji Polizei und Zoll korruptionsgefaehrdet sind), und draussen haelt jemand ein Schild mit meinem Namen hoch! In einer halben Stunde sind wir da, der erste Schock war dass die Strasse vom Flughafen nicht geteert war und das Auto vor uns eine Riesenstaubfahne hinter sich herzog. Aber dann folgte ein herzlicher Empfang, der Familienvater, Ende 20, hiess Save, zu Besuch war sein Vater und sein Bruder, bei ihm wohnte seine Frau und seine Kinder, 4 und 2 Jahre alt und ein juengerer Bruder. Das alles in einer Wellblechhuette von vielleicht 40 Quadtratmeter. Fuer Couchsurfing hatten sie die zwei Kinderzimmer geraeumt (je 2 x 2 m, bei uns ist das eine Besenkammer und die Kinder schliefen auf dem Boden)In dem einen Zimmer schliefen die zwei Franzoesinnen, die vom Inselhopping wieder da waren, die aber morgen abreisten. Save hatte eine regelrechte Couchsurfing- agentur in drei Monaten hatten sie Gaeste aus 20 Laendern! Wir fruehstueckten zusammen und ich erzaehlte von meiner Reise. Fuer einen Fijianer ist sowas unerschwinglich, das Monatseinkommen ist zwischen 500 und 1000 Fijidollar (etwa soviel wie die Mark frueher) Der kleinste Schein ist 2 Dollar ist 1 Euro, also relativ viel Geld fuer die Leute. Ich fuhr mit dem Bus 45 Minuten bis in die naechste Stadt Preis 65 Eurocent um mir Sachen zu kaufen da ich ja nichts mehr hatte. Es war bullig heiss und ich hielt mich nur im Schatten auf. Gestern war ich in Vancouver noch im Schnee mit Bill und Jackie und heute um die 30 Grad! Um 6 war zurueck, es wird hier unheimlich schnell dunkel. Und dann sollte man nicht mehr auf der Strasse sein.
Save hatte fuer die Franzoesinnen, seine Familie und mich gekocht. Aber erst das traditionelle Hausgebet: Sie sind Christen, der Vater predigte, seine Gestik(Finger zum Himmel) sprachen eine deutliche Sprache. Ich wurde willkommen geheissen, sie sangen noch ein paar Lieder und dann ging es zu Tafel. Das heisst, da nur 6 Stuehle da waren sass der Rest der Famile im Wohnzimmer auf dem Fussboden(auch das ist traditionell). Am naechsten Morgen, vor dem Fruehstueck, wollte ich auf den Berg hinter ihrem Haus gehen. Auf einem Feldweg tauchten ploetzlich ca, 10 klaeffende Hunde auf, und ehe ich mir einen Knueppel suchen konnte waren sie schon um mich: einer biss mich in die Wade, mit dem Rucksack machte ich mir den Weg frei und ab. In der naechsten Stadt, Nadi, ging ich zum Arzt- eine Tetanusspritze und die Wunde reinigen macht 85 Mark = Fijidollar. Wenn ich noch was merke soll ich Montag wiederkommen. Die Stadt: ueberall sitzen Fijianer im Schatten(die Arbeitslosenquote ist sehr hoch), laufend wird man angemacht: Whats your name where do you come from? Sehe mir einen Hindutempel an, die einzige Sehenswuerdigkeit, und zurueck zu Saves Familie. Wieder eine Predigt und die Lieder, diesmal wird eine Schwedin willkommengeheissen und ich verabschiedet.
Ich gab seiner Frau 20 $ um nicht als freeloader die Gastfreundschaft zu missbrauchen und zog am naechsten Tag in ein Hotel um. Und der Koffer war inzwischen auch da!