in 66 Tagen um die Welt

Sonntag, 3. Mai 2009

das Couchsurfingexperiment Fiji

Wie schon bei in meinen Reisevorbereitungen beschrieben: Irgendwie habe ich von www.couchsurfing.com gehoert und ein paar Leute in Fiji angemailt. Zwei haben nicht geantwortet, einer abgesagt und von einer Familie kam eine Zusage. Man schrieb mir dass ein Taxifahrer mich am Flughafen abholt und zu ihnen bringt. Da mein Flug von Vancouver nach Los Angeles Verspaetung hatte kam mein Koffer nicht in Fiji an. Uebrigens habe ich die Datumsgrenze verschlafen und einen Urlaubstag verloren!Also alle Angaben der Air Pacific machen, ich beschrieb meinen Koffer und wohin er nach der Ankunft geschickt werden soll (wenn er denn ankommt). Um 6:30 bin ich durch den gestrengen Zoll (man sagt, dass auf Fiji Polizei und Zoll korruptionsgefaehrdet sind), und draussen haelt jemand ein Schild mit meinem Namen hoch! In einer halben Stunde sind wir da, der erste Schock war dass die Strasse vom Flughafen nicht geteert war und das Auto vor uns eine Riesenstaubfahne hinter sich herzog. Aber dann folgte ein herzlicher Empfang, der Familienvater, Ende 20, hiess Save, zu Besuch war sein Vater und sein Bruder, bei ihm wohnte seine Frau und seine Kinder, 4 und 2 Jahre alt und ein juengerer Bruder. Das alles in einer Wellblechhuette von vielleicht 40 Quadtratmeter. Fuer Couchsurfing hatten sie die zwei Kinderzimmer geraeumt (je 2 x 2 m, bei uns ist das eine Besenkammer und die Kinder schliefen auf dem Boden)In dem einen Zimmer schliefen die zwei Franzoesinnen, die vom Inselhopping wieder da waren, die aber morgen abreisten. Save hatte eine regelrechte Couchsurfing- agentur in drei Monaten hatten sie Gaeste aus 20 Laendern! Wir fruehstueckten zusammen und ich erzaehlte von meiner Reise. Fuer einen Fijianer ist sowas unerschwinglich, das Monatseinkommen ist zwischen 500 und 1000 Fijidollar (etwa soviel wie die Mark frueher) Der kleinste Schein ist 2 Dollar ist 1 Euro, also relativ viel Geld fuer die Leute. Ich fuhr mit dem Bus 45 Minuten bis in die naechste Stadt Preis 65 Eurocent um mir Sachen zu kaufen da ich ja nichts mehr hatte. Es war bullig heiss und ich hielt mich nur im Schatten auf. Gestern war ich in Vancouver noch im Schnee mit Bill und Jackie und heute um die 30 Grad! Um 6 war zurueck, es wird hier unheimlich schnell dunkel. Und dann sollte man nicht mehr auf der Strasse sein.
Save hatte fuer die Franzoesinnen, seine Familie und mich gekocht. Aber erst das traditionelle Hausgebet: Sie sind Christen, der Vater predigte, seine Gestik(Finger zum Himmel) sprachen eine deutliche Sprache. Ich wurde willkommen geheissen, sie sangen noch ein paar Lieder und dann ging es zu Tafel. Das heisst, da nur 6 Stuehle da waren sass der Rest der Famile im Wohnzimmer auf dem Fussboden(auch das ist traditionell). Am naechsten Morgen, vor dem Fruehstueck, wollte ich auf den Berg hinter ihrem Haus gehen. Auf einem Feldweg tauchten ploetzlich ca, 10 klaeffende Hunde auf, und ehe ich mir einen Knueppel suchen konnte waren sie schon um mich: einer biss mich in die Wade, mit dem Rucksack machte ich mir den Weg frei und ab. In der naechsten Stadt, Nadi, ging ich zum Arzt- eine Tetanusspritze und die Wunde reinigen macht 85 Mark = Fijidollar. Wenn ich noch was merke soll ich Montag wiederkommen. Die Stadt: ueberall sitzen Fijianer im Schatten(die Arbeitslosenquote ist sehr hoch), laufend wird man angemacht: Whats your name where do you come from? Sehe mir einen Hindutempel an, die einzige Sehenswuerdigkeit, und zurueck zu Saves Familie. Wieder eine Predigt und die Lieder, diesmal wird eine Schwedin willkommengeheissen und ich verabschiedet.
Ich gab seiner Frau 20 $ um nicht als freeloader die Gastfreundschaft zu missbrauchen und zog am naechsten Tag in ein Hotel um. Und der Koffer war inzwischen auch da!






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