in 66 Tagen um die Welt

Dienstag, 9. Juni 2009

Australien- Westaustralien- Suedwestaustralien

Am Pfingstmontag war ich mit Daniel in Kalamunda,einem weiteren Nationalpark 42 km oestlich von Perth. Wir machen einen bushwalk, sehen aber diesmal kein wildlife. Hier beginnt der 964 km lange Bibbulmun Track und er endet in Albany im Suedwesten.

(Zitat bitte selbst uebersetzen) The Bibbulmun Track is Western Australia's only long-distance walking trail and is one of the longest, continuously marked trails in Australia. It is named after a distinct Aboriginal language group, known as the Bibbulmun, who inhabited some of the areas on the south coast through which the track passes. It is marked by a stylised image of the Waugal (rainbow serpent), a spirit being from the Aboriginal Dreaming. Starting in Albany on Wednesday 16 July, 2008, a small group of walkers accompanied by guides will spend the next eight weeks walking the Track to Kalamunda, arriving to a warm welcome on Saturday 13 September. People from all over Australia are encouraged to join in the celebrations by walking a section on this historic End-to-End walk or by joining one of the community celebrations along the way.

(Die details der Reise sind vor allem fuer Schwager Norbert und meine Schwester Susanne interessant, die diese Tour Anfang 2009 gemacht haben. Danke fuer Eure Tips!)

Tag 1 Am Nachmittag mache ich mich dann auf den Weg Richtung Sueden. Es ist immer wieder ein Supergefuehl im Wohnmobil unterwegs zu sein ohne zu wissen wo man den Abend und die Nacht verbringt. Die erste Station war Mandurah, wo ich am Hafen gegenueber Murphy's Irish Pub einen schoenen, ruhigen und sicheren Schlafplatz finde. Ein Rundgang durch die kleine Stadt erinnert mich an Port Grimaud in Suedfrankreich und ich sehe bei den Strassennamen Galileo, Vivaldi und Treviso Street dass es eher Venedig nachempfunden ist

Tag 2 Als ich um 8 zum Busfenster rausschaue schwimmt gerade ein Trupp Pelikane vorbei. Mache mein Fruehstueck und zur Unterhaltung kommen einige Delphine ganz nahe ins flache Wasser, unglaublich! Ein paar Kilometer weiter suedlich finde ich im Yalgurup Nationalpark einen Parkplatz fuer 100 Autos am Strand, ganz fuer mich alleine! Links und rechts beach bis zum Horizont und kein Mensch ist da! Ich mache mir ein Kaenguruhsteak (sehr lecker) und Suesskartoffeln dazu. Dann geht es auf einen laengeren bushwalk. Das ist kombiniert mit birdwatching (und neben Surfing und Bier trinken) die Lieblingsbeschaeftigung der Ozzys. Auf einem ziemlich vertrockneten Golfplatz sehe ich hunderte von Kaenguruhs, ich verstehe jetzt warum sie fuer viele Einheimische eine Plage sind.

Tag 3 Ich habe die ganze Nacht kein Geraeusch gehoert, das ist fuer Mitteleuropaeische Verhaeltnisse ziemlich ungewoehnlich. Habe auf der Landkarte den Wellington Nationalpark etwa 50 km im Outback entdeckt und um 9 bin ich on the road again.An einem Campingplatz mache ich ein Picknick und einen kurzen Rundgang, dann geht es weiter nach Bunbury. Leider ist das dolphin encounter centre schon geschlossen. Dort kommen Delphine ganz nah an den Strand und lassen sich streicheln. Ich parke am Strand und sehe mir auf mehreren Rundgaengen die Stadt an. Einer fuehrt ueber Holzstege durch einen Mangrovenwald.

(Zitat bitte selbst uebersetzen) Bunbury’s white mangroves are estimated to be 20,000 years old. The mangroves are believed to be the remnants from a long ago tropical period that the South West once experienced. This colony is the most southern in Western Australia with the next being 600km north. A boardwalk enables you to enjoy the mangroves and over 60 species of waterbird.

Tag 4 Bin um 9 zur Oeffnung des dolphin centers, sehe die Auststellung an, aber bis 11 keine Delphine in Sicht. In Capel habe ich eine Servas- Einladung zum Tee bei Bernie und Caroline. Er gibt mir jede Menge Tips fuer die naechste Woche, thanks, mate! Den Abend parke ich den Bus in der Einfahrt von Geoff und Sue in Busselton.

Tag 5 Sue fliegt heute nach Melbourne zu ihrer Tochter, Geoff macht mir Fruehstueck und wir gehen direkt hinter ihrem Haus am Strand spazieren. Er weiss viel ueber die Natur, erzaehlt vom letzten Sturm, wo ihm das Meer ein paar Meter Grundstueck weggespuelt hat. Und er zeigt mir in einem hohen Baum ein Adlerhorst. Mein erster Halt ist (Bernies tip) die Watershed winery in Margaret River. Probiere 2 Sorten und esse sehr gut dort. Weiter zum Leeuwen- Naturaliste National Park, der sich ueber 100 km zwischen den beiden Kaps erstreckt. Dort gibt es riesige Karribaeume. 3. Tip von Bernie: In Hamelin bay ein paar km weiter gibt es stingrays, heute leider nicht. Der letzte Tip des Tages von Bernie ist ein fish and chips am Strand von Augusta, der sich der letzte vor der Antarktis nennt. Noch ein guter Tip. Schlafplatz an der Hafenmole von Augusta.

Tag 6 Heute war vielleicht mein schoenster der 66 Urlaubstage: Auf den 240 km bis zum tree top walk komme ich durch sage und schreibe 6 Nationalparks!
National Park 1 d Entrecasteaux Ich fahre ein paar km Schotterpiste Richtung beach, will den Bus wenden und fahre mich fast im Sand fest. Nicht auszudenken, wenn man in der Einsamkeit eine Panne hat...

National Park 2 Beedelup In meinem Reisefuehrer wurde der Spaziergang zum Wasserfall mit Ueberquerung der Schlucht ueber eine Haengebruecke empfohlen. Nichts spektakulaeres nach meinen Erlebnissen in Kanada.

National Park 3 Warren Hier steht der 71 m hohe Bicentennial Tree, ein Baum der als Feueraussichtsposten dient und den man besteigen kann. Allerdings schon nach 25 m an der ersten Platform hat mich der Mut verlassen. In einem Abstand von 60 cm sind Metallstangen, die sich wie eine Wendeltreppe den Baum nach oben schrauben. In Deutschland wäre sowas unvorstellbar da es keinerlei Sicherungsmaßnahmen gibt.
National Park 4 Gloucester Den Baum mit Aussichtsplattform in 61 m Hoehe sehe ich mir nur von unten an, nach meiner Erfahrung von vorhin...

National Park 5 Shannon nur durchgefahren. Hier gibt es den 48 km langen (nur Schotter) great tree forest drive. Fuer heute habe ich genug grosse Baeume gesehen.

National Park 6 Mount Frankland auch nur durchgefahren, es wird langsam dunkel und eh man sich s versieht springt einem in der Daemmerung ein Kaenguruh vor s Auto.

Am Abend bin ich im Ecopark im Walpole Normalup National Park, dieser Campingplatz ist noch ein tip von Bernie. Hier soll es Quokkas (Minikangoroos) geben. Der Besitzer weist mir, dem einzigen Gast auf dem riesigen Terrain, einen Stellplatz zu. Extrem ruhige Nacht, sehe die letzte DVD, die mir Daniel geliehen hat.

Tag 7 Als erstes zum valley of the giants,wie der Name sagt, gigantische Baeume.Interessantes visitor center. Kaufe fuer 8 $ ein ticket fuer den tree top walk. Ein Supererlebnis, die Metallrampe steigt langsam bis auf 40 m in die Wipfel der riesigen Tingle trees und Karribaeume und nach 400 m in schwindelnder Hoehe geht es wieder sanft nach unten.
Anschliessend (wieder auf dem Waldboden) durch die Baumriesen. The Valley of the Giants site includes a boardwalk through a grove of veteran tingle trees known as the Ancient Empire. This area contains the 'Giants' for which the forest was named. Some of the trees in the Ancient Empire are up to 16 metres in circumference at the base. The boardwalk meanders around and sometimes through the old trees. It is a peaceful experience with quiet spots to sit and reflect on the special nature of the tingle forest. As well as giving visitors a different perspective on the shapes, sounds and movement of the forest, the boardwalk is designed to protect the tingle trees from the damaging impact of large numbers of visitors. It is thought that before this measure was taken, some trees were in rapid decline as a result of compaction of the soil around their root systems caused by vehicles and humans.
Der neachste Tip war vom Campingplatzbesitzer, einsame Straende am conspicious cliff und am peaceful bay. Am Abend bin ich dann in Denmark, einem kleinen Ort 50 km weiter. Als Sehenswuerdigkeit gibt es das (im Guinnessbuch der Rekorde) mit 14 m Hoehe groesste Barometer der Welt.

Tag 8 Ich fahre nach dem Busfruehstueck zunaechst in den Westcape Howe NP (tolle einsame
Straende in Cosy Corner, begegne wieder dem Bibbulmun track) und danach nach Albany in den Torndirrup NP. Einige beeindruckende Sehenswuerdigkeiten, neben den wilden Felsen an der Kueste und den Aussichten auf Albany sind the gap (die Luecke), eine 30 m tiefe Aussparung in den Gneisformationen. Auch in Deutschland unvorstellbar, das keine Absperrungen da sind. Die
gewaltige Kraft des Wassers wird deutlich, wenn eine Riesenwelle das fast bis nach oben spritzt. Ich habe ewig lang zugeschaut. (Ich habe ein Video gemacht, wenn ich weiss wie es geht stell ich es ins Netz und ihr koennt ihr euch das ansehen
Die naechste ist die natural bridge, ich bin zuerst da drueber gelaufen ohne es zu merken. Meine Mutter waere vor Angst gestorben wenn aie das von der Aussichtsplattform gesehen haette...
Auch die blowholes fand ich beeindruckend.
Am Abend kam ich dann bei Stephen an, er kam grade von Hungry Jack und hatte fuer seine hungrigen Toechter Rachel ,8, und Nathalie ,12, Abendbrot besorgt. Ich parkte den Bus hinterm Haus und er erzaehlte mir ausgiebig von seinen mehrmonatigen VW Busreisen durch Europa.
Tag 9 Wieder ein sonniger Tag mit 20 °! Sehe mir die Stadt an, die noch vor Perth gegruendet wurde und viele historische Gebaeude hat. Sehenswert ist ein Nachbau der Brig (Segelschiff) Amity, mit der die ersten Siedler hierher kamen. Wenn man unter Deck ist kann man sich kaum vorstellen, wie sie zusammengepfercht so lange ausgehalten haben!
Tag 10 Ich muss zurueck nach Perth um den Bus zurueck zu geben! Stephen empfiehlt mir noch einen Umweg ueber den Stirling Range Nationalpark zu machen. Die Artenvielfalt ist einmalig, hier ist einer der Mega biodiversity hotspots (was heisst das?) auf der Welt. Am Abend komme ich nach 500 km Fahrt muede in Kardinya bei Michaela und Daniel an. Fuer diese Rundreise haette ich mir locker einen Monat Zeit nehmen koennen, aber morgen geht es weiter nach Johannisburg.

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