in 66 Tagen um die Welt

Sonntag, 21. Juni 2009

Viva Safari

Das war also mein letzte Abenteurer in Afrika: Ich hatte in Johannisburg eine Safari gebucht, vier Tage/drei Übernachtungen in einer Lodge mit Verpflegung und An- und Abreise in den immerhin 5 Stunden entfernten Kruger Nationalpark. Ein Super Erlebnis! Wir waren 5 Leute im Minibus, ein Schwede, ein Kolumbianer, ein Kölner Student und ein türkischer Kanadier aus Abu Dhabi (!). Unsere Führer waren ein Schwarzer und ein Bure und wir bekamen die big five zu sehen, also Büffel, Elephant, Rhino, Löwe und Leopard. Hier meine Fotoausbeute, mit meiner billigen Jenoptik Digicam aufgenommen:




Samstag, 13. Juni 2009

Abenteuer Afrika

Die fast 6000 Meilen ueber den Indischen Ozean von Perth nach Johannisburg " vergingen wie im Flug", zwei leckere Mahlzeiten, zwei DVDs und ein ausgiebiges Nickerchen. Gegen Mitternacht ging es los und morgens um 5 kam ich an, plus 6 Stunden Zeitverschiebung macht 11 Stunden Flugzeit. Nach der Zollkontrolle wird erst mal Geld gewechselt, mein letzter American Express Traveller Cheque: Fuer 100 kanadische Dollar gibt es 685 Rand, das ist ein Eurokurs von 11 Rand fuer einen Euro. Bei der Information sagt man mir, dass es keinen oeffentlichen Personennahverkehr ins 40 km entfernte Joburg gibt. Taxi kostet 300 Rand. Ich will es nicht glauben, aber ist so: Nur ein paar Hotelshuttlebusse fahren vor, ansonsten ist man aufs Taxi angewiesen.

Es kommt gerade der Fernreisebus nach Durban, fuer 80 Rand nimmt er mich mit zum Zentrum (immerhin eineinhalb Stunden Fahrt). Der Fahrer sagt, ich soll besser nicht allein durch die Innenstadt, zu gefaehrlich! Die Vorsichtsmassnahmen im Reisefuehrer lassen nichts gutes ahnen: Vorsicht beim Geld abheben am Geldautomaten, Vorsicht beim Onlinebanking, immer aufs Gepaeck aufpassen, Rucksack m besten auf dem Bauch tragen, wenn man ein Auto mit Panne sieht, am besten weiterfahren, keine Anhalter mitnehmen, nicht in Sammeltaxis fahren, immer die Tueren im Ato waehrend der Fahrt verriegeln, nicht nach Soweto usw. Also am besten gar nicht das Hotelzimmer verlassen. Rund um den Bahnhof tobt der Baer: exotische Reiseziele wie Harare und Lusaka, davor Menschenschlangen mit unvorstellbaren Mengen an Reisegepaeck, jeder Bus hat einen Anhaenger und der Rest kommt aufs Dach! Im Wimpys erst mal einen Kaffee und ein Muffin, macht 1 Euro fuenfzig. Beim chicken licken (eine Art Kentucky Fried) gibt es einen Hamburger mit fritten fuer unschlagbare 11 Rand, einen Euro.

Ich versuche die 5 Servasleute in Joburg telefonisch zu erreichen (in Perth oder Vancouver gab es jeweils ueber 50 Gastgeber): Eine Dame ist nicht mehr Gastgeber, zweimal falsch verbunden und zwei Leute versuche ich spaeter zu erreichen. Auf meine E mail aus Perth hatte keiner geantwortet. Ein formule INN Hotel (Produktpiraterie vom franz. formule une) wirbt mit einem Zimmerpreis von knapp 25 Euro. Beim Einchecken sollen es aber 100 Rand mehr sein, wegen dem gerade stattfindenen Fussball Federations Cup. Morgen ist das Eroeffnungsspiel Suedafrika gegen Irak!

Beim telefonieren merke ich, dass meine Lesebrille geklaut und der Rucksackreissverschluss auf ist, das passiert einem obwohl man aufpasst wie ein Luchs! In der Bahnhofshalle ist ein Optiker, kaufe mir gleich eine neue denn ohne bin ich beim Lesen blind wie ein Maulwurf. Es gibt auch ein Internetcafe. Halte Ausschau nach einer Safari im Kruger National Park und suche die Jugendherberge: Bei der Information in einer Dreimillionenstadt weiss man nicht was das ist.

In einem Internetcafe finde ich einige hostels, ich rufe beim ersten auf meiner Liste an und man schickt mir einen Fahrer, Super. Auf der halben Stunde Fahrt in den Vorort Randburg fallen mir die vielen T2 VW Busse auf, die hier als Sammeltaxi dienen. Neben uns an der Ampel stand einer: 5 Sitzreihen mit jeweils drei Personen. Bei uns sind maximal 9 Personen zugelassen. An den Ampeln werden Sachen verkauft, die Scheiben gewaschen und es wird gebettelt. Im hostel sind neben ein paar Europaeern hauptsaechlich Schwarzafrikaner. Ich lerne auch zum ersten Mal Touristen aus Guatemala kennen. In der Naehe ist ein Einkaufszentrum, in dem ich mir mein Abendessen besorge. An der Rezeption buche ich eine dreitaegige Safari in Krueger Nationalpark, das Geld hole ich an einem Geldautomaten mit meiner Maestrokarte.

Am Sonntag mache ich in dem Vorort Bordeaux einen einstuendigen Lauf unter der afrikanischen Sonne. An einem Bach entlang begegnen mir etliche (weisse) Mountainbiker. In den Seitenstrassen sind alle Wohnhaeuser wie Festungen gesichert, hohe Mauern mit Stacheldraht obendrauf oder Elektrozaun. Ein relaxter Urlaubstag. Am Nachmittag sieht sich fast das ganze hostel das Eroeffnungsspiel des Confederation cup im Fussball, Suedafrika gegen Irak.






Dienstag, 9. Juni 2009

Australien- Westaustralien- Suedwestaustralien

Am Pfingstmontag war ich mit Daniel in Kalamunda,einem weiteren Nationalpark 42 km oestlich von Perth. Wir machen einen bushwalk, sehen aber diesmal kein wildlife. Hier beginnt der 964 km lange Bibbulmun Track und er endet in Albany im Suedwesten.

(Zitat bitte selbst uebersetzen) The Bibbulmun Track is Western Australia's only long-distance walking trail and is one of the longest, continuously marked trails in Australia. It is named after a distinct Aboriginal language group, known as the Bibbulmun, who inhabited some of the areas on the south coast through which the track passes. It is marked by a stylised image of the Waugal (rainbow serpent), a spirit being from the Aboriginal Dreaming. Starting in Albany on Wednesday 16 July, 2008, a small group of walkers accompanied by guides will spend the next eight weeks walking the Track to Kalamunda, arriving to a warm welcome on Saturday 13 September. People from all over Australia are encouraged to join in the celebrations by walking a section on this historic End-to-End walk or by joining one of the community celebrations along the way.

(Die details der Reise sind vor allem fuer Schwager Norbert und meine Schwester Susanne interessant, die diese Tour Anfang 2009 gemacht haben. Danke fuer Eure Tips!)

Tag 1 Am Nachmittag mache ich mich dann auf den Weg Richtung Sueden. Es ist immer wieder ein Supergefuehl im Wohnmobil unterwegs zu sein ohne zu wissen wo man den Abend und die Nacht verbringt. Die erste Station war Mandurah, wo ich am Hafen gegenueber Murphy's Irish Pub einen schoenen, ruhigen und sicheren Schlafplatz finde. Ein Rundgang durch die kleine Stadt erinnert mich an Port Grimaud in Suedfrankreich und ich sehe bei den Strassennamen Galileo, Vivaldi und Treviso Street dass es eher Venedig nachempfunden ist

Tag 2 Als ich um 8 zum Busfenster rausschaue schwimmt gerade ein Trupp Pelikane vorbei. Mache mein Fruehstueck und zur Unterhaltung kommen einige Delphine ganz nahe ins flache Wasser, unglaublich! Ein paar Kilometer weiter suedlich finde ich im Yalgurup Nationalpark einen Parkplatz fuer 100 Autos am Strand, ganz fuer mich alleine! Links und rechts beach bis zum Horizont und kein Mensch ist da! Ich mache mir ein Kaenguruhsteak (sehr lecker) und Suesskartoffeln dazu. Dann geht es auf einen laengeren bushwalk. Das ist kombiniert mit birdwatching (und neben Surfing und Bier trinken) die Lieblingsbeschaeftigung der Ozzys. Auf einem ziemlich vertrockneten Golfplatz sehe ich hunderte von Kaenguruhs, ich verstehe jetzt warum sie fuer viele Einheimische eine Plage sind.

Tag 3 Ich habe die ganze Nacht kein Geraeusch gehoert, das ist fuer Mitteleuropaeische Verhaeltnisse ziemlich ungewoehnlich. Habe auf der Landkarte den Wellington Nationalpark etwa 50 km im Outback entdeckt und um 9 bin ich on the road again.An einem Campingplatz mache ich ein Picknick und einen kurzen Rundgang, dann geht es weiter nach Bunbury. Leider ist das dolphin encounter centre schon geschlossen. Dort kommen Delphine ganz nah an den Strand und lassen sich streicheln. Ich parke am Strand und sehe mir auf mehreren Rundgaengen die Stadt an. Einer fuehrt ueber Holzstege durch einen Mangrovenwald.

(Zitat bitte selbst uebersetzen) Bunbury’s white mangroves are estimated to be 20,000 years old. The mangroves are believed to be the remnants from a long ago tropical period that the South West once experienced. This colony is the most southern in Western Australia with the next being 600km north. A boardwalk enables you to enjoy the mangroves and over 60 species of waterbird.

Tag 4 Bin um 9 zur Oeffnung des dolphin centers, sehe die Auststellung an, aber bis 11 keine Delphine in Sicht. In Capel habe ich eine Servas- Einladung zum Tee bei Bernie und Caroline. Er gibt mir jede Menge Tips fuer die naechste Woche, thanks, mate! Den Abend parke ich den Bus in der Einfahrt von Geoff und Sue in Busselton.

Tag 5 Sue fliegt heute nach Melbourne zu ihrer Tochter, Geoff macht mir Fruehstueck und wir gehen direkt hinter ihrem Haus am Strand spazieren. Er weiss viel ueber die Natur, erzaehlt vom letzten Sturm, wo ihm das Meer ein paar Meter Grundstueck weggespuelt hat. Und er zeigt mir in einem hohen Baum ein Adlerhorst. Mein erster Halt ist (Bernies tip) die Watershed winery in Margaret River. Probiere 2 Sorten und esse sehr gut dort. Weiter zum Leeuwen- Naturaliste National Park, der sich ueber 100 km zwischen den beiden Kaps erstreckt. Dort gibt es riesige Karribaeume. 3. Tip von Bernie: In Hamelin bay ein paar km weiter gibt es stingrays, heute leider nicht. Der letzte Tip des Tages von Bernie ist ein fish and chips am Strand von Augusta, der sich der letzte vor der Antarktis nennt. Noch ein guter Tip. Schlafplatz an der Hafenmole von Augusta.

Tag 6 Heute war vielleicht mein schoenster der 66 Urlaubstage: Auf den 240 km bis zum tree top walk komme ich durch sage und schreibe 6 Nationalparks!
National Park 1 d Entrecasteaux Ich fahre ein paar km Schotterpiste Richtung beach, will den Bus wenden und fahre mich fast im Sand fest. Nicht auszudenken, wenn man in der Einsamkeit eine Panne hat...

National Park 2 Beedelup In meinem Reisefuehrer wurde der Spaziergang zum Wasserfall mit Ueberquerung der Schlucht ueber eine Haengebruecke empfohlen. Nichts spektakulaeres nach meinen Erlebnissen in Kanada.

National Park 3 Warren Hier steht der 71 m hohe Bicentennial Tree, ein Baum der als Feueraussichtsposten dient und den man besteigen kann. Allerdings schon nach 25 m an der ersten Platform hat mich der Mut verlassen. In einem Abstand von 60 cm sind Metallstangen, die sich wie eine Wendeltreppe den Baum nach oben schrauben. In Deutschland wäre sowas unvorstellbar da es keinerlei Sicherungsmaßnahmen gibt.
National Park 4 Gloucester Den Baum mit Aussichtsplattform in 61 m Hoehe sehe ich mir nur von unten an, nach meiner Erfahrung von vorhin...

National Park 5 Shannon nur durchgefahren. Hier gibt es den 48 km langen (nur Schotter) great tree forest drive. Fuer heute habe ich genug grosse Baeume gesehen.

National Park 6 Mount Frankland auch nur durchgefahren, es wird langsam dunkel und eh man sich s versieht springt einem in der Daemmerung ein Kaenguruh vor s Auto.

Am Abend bin ich im Ecopark im Walpole Normalup National Park, dieser Campingplatz ist noch ein tip von Bernie. Hier soll es Quokkas (Minikangoroos) geben. Der Besitzer weist mir, dem einzigen Gast auf dem riesigen Terrain, einen Stellplatz zu. Extrem ruhige Nacht, sehe die letzte DVD, die mir Daniel geliehen hat.

Tag 7 Als erstes zum valley of the giants,wie der Name sagt, gigantische Baeume.Interessantes visitor center. Kaufe fuer 8 $ ein ticket fuer den tree top walk. Ein Supererlebnis, die Metallrampe steigt langsam bis auf 40 m in die Wipfel der riesigen Tingle trees und Karribaeume und nach 400 m in schwindelnder Hoehe geht es wieder sanft nach unten.
Anschliessend (wieder auf dem Waldboden) durch die Baumriesen. The Valley of the Giants site includes a boardwalk through a grove of veteran tingle trees known as the Ancient Empire. This area contains the 'Giants' for which the forest was named. Some of the trees in the Ancient Empire are up to 16 metres in circumference at the base. The boardwalk meanders around and sometimes through the old trees. It is a peaceful experience with quiet spots to sit and reflect on the special nature of the tingle forest. As well as giving visitors a different perspective on the shapes, sounds and movement of the forest, the boardwalk is designed to protect the tingle trees from the damaging impact of large numbers of visitors. It is thought that before this measure was taken, some trees were in rapid decline as a result of compaction of the soil around their root systems caused by vehicles and humans.
Der neachste Tip war vom Campingplatzbesitzer, einsame Straende am conspicious cliff und am peaceful bay. Am Abend bin ich dann in Denmark, einem kleinen Ort 50 km weiter. Als Sehenswuerdigkeit gibt es das (im Guinnessbuch der Rekorde) mit 14 m Hoehe groesste Barometer der Welt.

Tag 8 Ich fahre nach dem Busfruehstueck zunaechst in den Westcape Howe NP (tolle einsame
Straende in Cosy Corner, begegne wieder dem Bibbulmun track) und danach nach Albany in den Torndirrup NP. Einige beeindruckende Sehenswuerdigkeiten, neben den wilden Felsen an der Kueste und den Aussichten auf Albany sind the gap (die Luecke), eine 30 m tiefe Aussparung in den Gneisformationen. Auch in Deutschland unvorstellbar, das keine Absperrungen da sind. Die
gewaltige Kraft des Wassers wird deutlich, wenn eine Riesenwelle das fast bis nach oben spritzt. Ich habe ewig lang zugeschaut. (Ich habe ein Video gemacht, wenn ich weiss wie es geht stell ich es ins Netz und ihr koennt ihr euch das ansehen
Die naechste ist die natural bridge, ich bin zuerst da drueber gelaufen ohne es zu merken. Meine Mutter waere vor Angst gestorben wenn aie das von der Aussichtsplattform gesehen haette...
Auch die blowholes fand ich beeindruckend.
Am Abend kam ich dann bei Stephen an, er kam grade von Hungry Jack und hatte fuer seine hungrigen Toechter Rachel ,8, und Nathalie ,12, Abendbrot besorgt. Ich parkte den Bus hinterm Haus und er erzaehlte mir ausgiebig von seinen mehrmonatigen VW Busreisen durch Europa.
Tag 9 Wieder ein sonniger Tag mit 20 °! Sehe mir die Stadt an, die noch vor Perth gegruendet wurde und viele historische Gebaeude hat. Sehenswert ist ein Nachbau der Brig (Segelschiff) Amity, mit der die ersten Siedler hierher kamen. Wenn man unter Deck ist kann man sich kaum vorstellen, wie sie zusammengepfercht so lange ausgehalten haben!
Tag 10 Ich muss zurueck nach Perth um den Bus zurueck zu geben! Stephen empfiehlt mir noch einen Umweg ueber den Stirling Range Nationalpark zu machen. Die Artenvielfalt ist einmalig, hier ist einer der Mega biodiversity hotspots (was heisst das?) auf der Welt. Am Abend komme ich nach 500 km Fahrt muede in Kardinya bei Michaela und Daniel an. Fuer diese Rundreise haette ich mir locker einen Monat Zeit nehmen koennen, aber morgen geht es weiter nach Johannisburg.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Australien 2 Perth

Der Qantasflug ueber 3000 km, das ist in etwa die Strecke von Lissabon nach Istanbul, war wegen Rueckenwind frueher in Perth, sodass ich mein VW T5 Wohnmobil am fruehen Nachmittag uebernehmen konnte. Mir wurde alles erklaert, auch das Entertainment center: Satelliten TV und DVD Spieler! Alles andere kannte ich schon von unserem Karmann T4. Und Dank geliehenem GPS(Navi) fand ich Daniels und Michaelas Wohnung in suburbia direkt. Perth ist flaechenmaessig so gross wie Los Angeles und Westaustralien hat die Groesse von Westeuropa, Wahnsinn!


Am ersten Abend ging es in einen Pub in Fremantle (der Hafen von Perth), wo sich die Frisbee-elite von Australien traf. Ein feucht froehlicher Abend, das Bier wurde in Kruegen geordert, so durstig waren die Jungs. Uebrigens waren neben Spielern aus Kanada, England und USA auch Australier dabei.



Samstag fuhren wir in den Yanchep National Park, 60 km noerdlich von Perth. Tolles Wetter, wie im Sommer in Europa! Es gab ein Freigehege fuer Koalas, ein Aborigine machte eine Fuehrung und erklaerte, das Ko ala "'no water" heisst, da sie nur Eukalyptusblaetter essen und nicht trinken muessen. Im Park gab es noch jede Menge Voegel zu sehen und natuerlich Kaenguruhs. Ueberall die Spuren von Waldbraenden. Uebrigens brauchen manche Pflanzen das um sich zu vermehren.





Foto: B.W.





Und am Sonntag dann die Geburtstagsfeierlichkeiten:Daniel mag das ueberhaupt nicht! Zunaechst machte Vermieter Winnie fuer alle Pancakes zum Fruehstueck. Am Nachmittag ging es an den Strand (Geburtstagskaffee wurde vom Geburtstagskind kategorisch abgelehnt) und am Abend gingen wir am Hafen in Fremantle essen, ich hatte meinen ersten Barramundi, schmackhaft und bekoemmlich.






























Foto: Michaela Plein


Und am Pfingstmontag ging's dann im Wohnmobil Richtung Sueden...

Donnerstag, 28. Mai 2009

Australien 1 Melbourne

Eine Woche kann so schnell vergehen. Vor allem wenn man ein strammes Programm gemacht bekommt. Hier die details:
Ankunft in Melbourne morgens um 8. Strenge Zollkontrolle, Lebensmittel sind generell einfuhrverboten. Man wird sogar nach Erde unter den Schuhsohlen befragt. Und fuer die swine flu (ich weiss immer noch nicht was es auf deutsch heisst) wird man fotografiert und muss einen Fragebogen abgeben: neben wem man im Flugzeug gesessen hat, wo man hin will mit Adresse und Telefonnummer. Wieder willl keiner der Kollegen ein Zollabzeichen tauschen, schade.

Wiedersehensfreude bei Jenny, die ich 22 Jahre nicht gesehen habe . Sie hat zum Fruehstueck bei sich Freunde eingeladen. Und mittags treffen wir uns mit Panayota, die inzwischen verheiratet ist. Den Abend verbringen wir bei ihr zu Hause mit ihrer Untermieterin Fernanda aus Mexiko, die hier Stadtplanung studiert.

Am Sonntag treffen wir uns mit ihrer Schwester Gayle (schoene Gruesse an Sanny und Daniel)
und ihren Kindern Kartina, 12, und Oliver, 9. Sie zeigt uns ihren Stadtteil von Melbourne, den Strand und Williamstown. Abends sind wir bei Freunden zum Essen eingeladen.

Montag bin ich bei Herrn Gardner eingeladen, einem passionierten Musiker, der mir zur Begruessung "Waltzing Mathilda" singt. Und auch "die Loreley" hat er im Programm.

Dienstag, Mittwoch und Donnerstag sind wir in einem Nationalpark, 200 km entfernt, Wilson's promontory. Ich fotografiere meine ersten Emus, dazu Kaenguruhs und Wombats. Leider sind wegen der Waldbraende vor ein paar Monaten viele Wege nicht zugaenglich. Trotzdem ein einmaliges Naturerlebnis!







ein Wombat, Foto: B.W.

Und am Freitag heisst es Abschied nehmen: 4 Stunden Flug nach Perth...

Freitag, 22. Mai 2009

Abschied von Neuseeland

Die Fahrt nach Twizel (das ist dort wo die Schlachtfeldszenen von Herr der Ringe gedreht wurden) fuehrt durch die spektakulaere Landschaft der suedlichen Alpen. Ich bleibe dort wieder in der Jugendherberge- ein Zweibettzimmer, dass ich fuer mich alleine habe, kostet unschlagbare 25 Dollar= 12,5 Euro. Am Abend sehe ich Lord of the rings in internationaler Besetzung,mit einer Hollaenderin, einer Koreanerin und einem Muenchner.



Per Telefon habe ich vier Servasgastgeber angerufen und drei Absagen und eine Zusage in Timaru fuer den naechsten Tag bekommen. Wieder ein herzlicher Empfang:
Murray ist pensionierter Lehrer und passionierter Gaertner. Christine ist Kindergaertnerin, wird demnaechst 60 und zieht am Abendessen erst mal alle Register der neuseelaendischen Kueche: Lamb chops (Lamm), dazu Suesskartoffeln, Kuerbis und Gemuese. Und als dessert applecrumble, wie unser Apfelstreusel,mit hokey pokey Eis.


Am Morgen macht Murray mit mir eine Stadtrundfahrt: der sehr schoene Rosengarten und zwei Strandwanderungen am Hafen von Timaru und in Caroline Bay, allerdings bei eiskaltem Wind. Am Nachmittag zeigen mir die beiden dann noch ihr Vogelschutzgebiet und die Umgebung, immer die schneebedeckten Berge und das Meer in Sicht. Toll. Abends spielen wir Rummykub, das haben sie in Deutschland kennengelernt, wo sie Freunde in Dresden, Hamburg, Freiburg, Stuttgart und Frankfurt haben.


Meine letzte Etappe nach Christchurch dauert wieder einen halben Tag, alles in allem bin ich auf der Nordinsel 1300 km und auf der Suedinsel fast 2000 km gefahren- unfallfrei im Linksverkehr. Gebe den Leihwagen zurueck und werde ins Camelot Hotel in der Stadtmitte gebracht.
Morgens frueh um 6:15 (werde um 4 geweckt!!!) geht' s nach Melourne.


Und wieder mein Fazit: Soviele Sachen habe ich nicht gesehen wegen dem Wetter, ich muss also nochmal wiederkommen um den Franz- Josef- Gletscher, den Milford Sound und den Abel- Tasman- Nationalpark zu sehen. Ein tolles Reiseland (allerdings 24 Flugstunden entfernt...)

Montag, 18. Mai 2009

Mittelerde

Ich habe mir heute Queenstown angeschaut, wunderbar an einem See gelegen, ein Zentrum fuer Skifahren auf der Suedhalbkugel. Es gibt neben Helikopter- Skiing so verrueckte Sachen wie Jet- Boating ( mit einem Boot mit ein paar hundert PS ueber einen Fluss rasen) oder Bungyjumping, dass hier erfunden wurde. Ich war allerdings nur am See eine Stunde laufen und anschliessend in der Stadt shopping.
Am Nachmittag ging es weiter nach Twizel durch atemberaubende Landschaften. Links und rechts der Strasse die schneebedeckten Berge der neuseelaendischen Alpen. Hier wurde der "Herr der Ringe" gedreht, und man meint hinter jedem Busch wuerde ein Ork lauern oder ein Hobbit ueber den Weg laufen. Das im Vordergrund sind uebrigens Weinberge!


Bleibe auch hier in der Jugendherberge, denn wenn man allein reist ist das ein sicherer Ort um Leute kennzulernen.

Am Weg kam ich noch in Wanaka vorbei in der www.puzzlingworld.co.nz
Es gab allerlei zu sehen, und im Cafe gibt es etliche Puzzles in der Art von Rubiks Cube oder dem Somawuerfel zu loesen.